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Ladungssicherung

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Ladungssicherung

Artikelnummer: LX-100726

Informieren Sie sich in unserem Artikel zur Ladungssicherung, denn falsch gesicherte Ladung kann Sie schnell teuer zu stehen kommen.

Ladungssicherung

Beim täglichen Transport von Waren, Gütern oder Arbeitsmaterialien muss auf die ordnungsgemäße Sicherung der Ladung geachtet werden.


Verkehrssicherheit und Ladungssicherung sind zwei untrennbare Begriffe. Ein hoher Prozentsatz aller Ladungen ist nicht oder unzureichend gesichert. Dies führt leider oft zu schweren Verkehrsunfällen. Der erste Schritt ist die Bestellung eines Verantwortlichen und dessen Teilnahme an einem Lehrgang „Sachkundiger der Ladungssicherung“. Er muss sich mit den gesetzlichen und den technischen Bestimmungen vertraut machen, um die physikalischen Gesetze zu verstehen, die eine bestimmungsgemäße Ladungssicherung erforderlich machen.

 

Transportschäden

Transportschäden und volkswirtschaftliche Schäden, die durch eine mangelhafte Ladungssicherung hervorgerufen werden, beziffern sich jährlich auf mehr als vier Milliarden Euro. Die häufigsten Ursachen sind fehlende oder falsch angebrachte Sicherungen. In vielen Situationen verschiebt sich die Ladung nur in geringem Maße. Falls die Ladung abrutscht, können mitunter gravierende wirtschaftliche und personelle Schäden entstehen. Bei Straßentransporten treten insbesondere beim Bremsen, in Kurven und auf unebenen Straßen immens hohe Kräfte auf. Daher sollten die Frachtgüter stets optimal gesichert werden. Wissenschaftliche Studien und Polizeikontrollen belegen, dass mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge mangelhaft oder gar nicht gesichert waren.

 

Ladungssicherung ist Unternehmerverantwortung

Nicht oder falsch gesicherte Ladung kommt Sie schnell teuer zu stehen. Im schlimmsten Fall droht Ihnen sogar eine Gefängnisstrafe. Achten Sie deshalb immer darauf, dass Ihr Personal hier sorgfältig arbeitet. Denn Sie sind nicht nur für die eigenen Fahrzeuge verantwortlich. Sind Ihre Mitarbeiter an der Beladung eines Fremdfahrzeuges beteiligt, tragen Sie als Vorgesetzter eine (Mit-) Verantwortung für die korrekte Ladungssicherung. Achten Sie also stets darauf, dass Ihre Mitarbeiter die Regeln der Ladungssicherung kennen und beachten. Ladungssicherung kann nur richtig durchgeführt werden, wenn das notwendige Wissen um die physikalischen Kräfte, die Zurrmittel, die Arten der Ladungssicherung und die rechtlichen Bestimmungen vorhanden ist.

 

DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1) „Grundsätze der Prävention“, Arbeitsschutzgesetz sowie VDI 2700 Bl. 5 „Qualitätsmanagement-Systeme“

Jeder Unternehmer ist verpflichtet, in seinem Betrieb für eine geeignete Organisationsstruktur zu sorgen, um Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten. Dies ist festgelegt in der DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1) „Grundsätze der Prävention“, im Arbeitsschutzgesetz sowie in der Richtlinie VDI 2700 Bl. 5 „Qualitätsmanagement-Systeme“.

Die sogenannte Organisationspflicht obliegt nur dem Unternehmer. Allerdings kann der Unternehmer Aufgaben und Pflichten auf qualifizierte Mitarbeiter – am besten in schriftlicher Form – übertragen. Ist dieser Verantwortungsbereich nicht geregelt, liegt die Verantwortung weiterhin beim Unternehmer. Bei mangelhafter Ladungssicherung drohen dem Unternehmer nicht nur Bußgelder und „Punkte“ in Flensburg; ggf. kann dies sogar ein Straftatbestand sein.
Nach §§ 30 und 31 der StVZO ist der Fahrzeughalter für den ordnungsgemäßen Zustand inkl. Ausrüstung seines Fahrzeuges, das gilt auch für die Ladungssicherungsmittel, verantwortlich.
§ 22 Absatz 1 StVO gibt vor, dass die Ladung sowie Spannketten, Geräte und sonstige Ladeeinrichtungen verkehrssicher zu verstauen sowie gegen Herabfallen und vermeidbaren Lärm zu sichern sind.

Tipp: Dokumentieren Sie die Schulungen und lassen Sie sich von jedem Mitarbeiter die Teilnahme an den Schulungen schriftlich bestätigen. So kann keiner nach einem Unfall sagen, er habe nicht gewusst, wie die Ladung richtig zu sichern sei. Dokumentieren Sie Mängel immer schriftlich. So können Sie im Zweifelsfalls belegen, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind. Um hierbei nichts Wichtiges zu übersehen, nehmen Sie am besten immer eine Checkliste zur Hand, z.B. unsere Checkliste für die Ladungssicherung.

 

Möglichkeiten der Ladungssicherung

 

Staupolster

Staupolster (auf Anfrage auch für den Einwegeinsatz erhältlich) eignen sich zur Sicherung von Palettenzwischenräumen, Behältern, Kartons oder Kanistern. Einsatz finden sie universell in LKWs, Schiffen, bei der Containerverladung sowie in Eisenbahnwaggons. Das Transportrisiko für Ladegut, Transportgut und Transportmitel wird durch den Einsatz der Staupolster erheblich minimiert. Aktive Ladungssicherung verhindert Unfälle und Probleme bei BAG- und Polizeikontrollen. Eine sichere Entladung beim Kunden wird gewährleistet udn dadurch auch das positive Ansehen Ihres Unternehmens. Denn ein sicher und ordentlich geladenes Transportmittel zeigt Ihre Sorgfalt und Ihren Einsatz für hohe Lieferqualität. Mehrwegstaupolster können bei sachgerechter Handhabung mehr als 50 mal eingesetzt werden und gewährleisten eine vollflächige Sicherung des Ladegutes bis 800 mm Zwischenraum.

 

Rutschhemmende Matten
(RH-Matten, Antirutschmatten)

Die sogenannten RH-Matten erhöhen die Reibung beträchtlich. Um hier mit gesicherten Waren operieren zu können, ist es sinnvoll, geprüftes Material zu verwenden. Die Matten, die mit dem GS-Prüfzeichen versehen werden, müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestdicke 8 mm
  • ausreichende Beständigkeit gegen Chemikalien wie Öle, Fette, Korrosionsschutzmittel
  • ausreichende Beständigkeit gegen UV-Strahlung des Sonnenlichts
  • konkrete Eindruck- und Reißfestigkeit
  • Gleitreibungswerte von mindestens 0,4 unter genau definierten Verhältnissen

Sind RH-Matten so verschlissen, dass die Mindestdicke von 8 mm nicht mehr gegeben ist, oder sind sie derart zerrissen, dass sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können, müssen sie ausgemustert werden.

 

Spanngurte

Spanngurte, auch Zurrgurte genannt, sind aus Polyester gewebte Bänder mit einem Verschluss zum Befestigen und Festzurren von Fracht beispielsweise auf einer Ladefläche. Um die Dehnung im Gebrauch zu verringern, werden Spanngurte vorgereckt. Hochwertige Zurrgurte werden imprägniert, um die Oberfläche zu verdichten und sie widerständsfähiger gegen Verschmutzung zu machen. Standardgurte werden in den Breiten 25, 35, 50 und 75 mm hergestellt. Die Reißfestigkeit liegt zwischen 250 und 10.000 daN. Beschläge werden immer mit speziellen Sicherheitsnähten fest eingenäht. An dieser Stelle ist auch ein Stoffstreifen mit aufgedruckten Prüfmerkmalen (Material, Reißfestigkeit, Prüfnorm) eingenäht.

Zurrgurte sind mindestens einmal im Jahr durch Sachverständige zu überprüfen. Die Unfallverhütungsvorschriften verlangen von jedem Anwender, das Material während des Einsatzes auf auffällige Mängel hin zu untersuchen. Einschnitte, Brüche oder Verschleiß, durch die 10 Prozent der vorhandenen Fasern durchtrennt sind, setzen die zulässige Zurrkraft des Gurtes um 50 Prozent herab! Solche Gurte müssen sofort ausgemustert werden (Ablegereife). Bleibende Verformungen, Brüche oder Anrisse an der Ratsche oder an den Verbindungselementen erfordern ebenfalls ein sofortiges Ablegen bzw. Auswechseln.

 

Weitere Produkte zur Ladungssicherung finden Sie hier

Zusatzinformation
Artikelnummer LX-100726
Lieferzeit keine
Gewährleistung Keine Angabe
Gewicht (kg) (entfällt)
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